Karges Moor

Überlebenskunst und schlichte Schönheit
Moore zeichnen sich unter natürlichen Bedingungen durch Nährstoffarmut und Wasserreichtum aus. Mit diesen Verhältnissen kommen nur wenige speziell angepasste Pflanzenarten zurecht - echte „Überlebenskünstler", die mit den knappen verfügbaren Nährstoffen extrem sparsam haushalten oder sich zusätzliche Quellen erschlossen haben.
 So decken die „Fleisch fressenden Pflanzen" Sonnentau und Fettkraut einen Teil ihres Stickstoffbedarfs aus dem tierischen Eiweiß kleiner Insekten.

Die Kargheit der Moore verhindert zwar meist üppigen Wuchs, an der Schönheit der hier vorkommenden Lebewesen hat die Natur aber nicht „gespart". Eine attraktive, aber seltene Tierart ist zum Beispiel der Hochmoor-Gelbling, dessen Raupe nur an der Moor-Rauschbeere frisst, während der Schmetterling im Moorrandbereich an hier blühenden Pflanzen saugt.

Im ständigen Kreislauf von Wachstum, Fortpflanzung und Tod spielt die Fruchtbarkeit für das Überdauern einer Art eine zentrale Rolle. Im „Fruchtblatt" befindet sich die Eizelle, durch die ein neuer Organismus entstehen kann.