Das Krafthaus

Künstlerischer Ausdruck des Energieerzeugungsprozesses
Das Besondere der Krafthäuser bei den Kraftwerken Trattenbach und auf der Trattenbachalm ist ihre künstlerische Gestaltung. Christian Hitsch suchte die Verbindung von zwei wichtigen Aspekten: Die Formgebung der Krafthäuser wird einerseits durch die eher sanften Geländeformen der Schieferberge der umgebenden Landschaft bestimmt. Andererseits entzündete sich die künstlerische Phantasie an den Vorgängen der Stromerzeugung aus Wasserkraft. Wasser schafft runde Formen und durch seine verbindende Kraft sanfte Übergänge.

Die Elektrizität stellt mit der Ausschließlichkeit des „Plus-Minus", des „Entweder-Oder" und damit auch „Nichtübergänglichen" einen markanten Gegensatz dazu dar.

Die Architektur der Krafthäuser will diese Polarität in ihrer Form widerspiegeln. Die Gegensätze „rund" und „eckig" - Kugel und Würfel, Spirale oder Krumme und Gerade - stehen „ineinander geschoben" oder „aneinander gekettet" da.

So wie die „Kelchblätter" die Blüte - den Schauplatz der „hochenergetischen" Prozesse der Fortpflanzung - umhüllen, so umgibt auch das Krafthaus die eigentlichen Anlagen der Energieerzeugung aus Wasserkraft.