Goethe im Trattenbachtal!

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), der Dichterfürst der Weimarer Klassik, dürfte bei seinen Reisen nie in das Trattenbachtal gekommen sein. Der Bezug zum „Goetheweg" liegt jedoch darin, dass er auch ein begeisterter Naturforscher war, der die Naturwissenschaften als Gestalt- oder Lebenswissenschaften verstand.

Seine tiefe Empfänglichkeit für das Verborgene in allem Sichtbaren führte ihn zu der Entdeckung des Metamorphoseprinzips, das in allen Pflanzenbildungen wirksam ist, die er als besondere Ausgestaltungen eines „Urblattes" ansah.

An den vom Künstler Christian Hitsch gestalteten Tafeln der sieben Stationen des Goetheweges sind die „Metamorphose der Pflanze" und Goethes „Farbenlehre" nachvollziehbar.

Die Tafeln symbolisieren mit ihren einfachen, künstlerisch zeichenhaften Formen die Entwicklung einer Pflanze vom Samenkorn über die Entwicklung der Laubblätter, die Entfaltung von Kelch und Blüte, den Vorgang der Befruchtung (Staub- und Fruchtblatt) und die nachfolgende Fruchtentwicklung, bis sich mit dem reifenden Samen der Kreislauf wieder schließt.

Die Kontinuität auf dieser Wanderung ergibt sich zusätzlich durch die in Strophen aufgeteilte Elegie „Die Metamorphose der Pflanze", die Goethe Christiane Vulpius, seiner späteren Gattin, widmete.

Erleben Sie eine großartige Landschaft und einen vielfältigen Naturraum mit „Augen und Gedanken" Goethes!